Intern-Kardiologische-Angiologische Gruppenpraxis, Dr. Elisabeth Kiss, Dr. Katharina Kiss & Dr. Marcus Atteneder
Fachärzte für Innere Medizin, Kardiologie und Angiologie
Allgemeine Informationen
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| Elektrokardiogramm(EKG):
Ein EKG wird in Ruhe als Basis jeder Untersuchung gemeinsam
mit einem klinischen Status durchgeführt. Das EKG kann
Aufschluss über akute Durchblutungsstörungen sowie über
stattgehabte Herzinfarkte geben. Weiters lassen sich
eine Vielzahl von Herzrhythmusstörungen sowie Erkrankungen
der Herzkammern daraus ableiten.
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Echokardiographie:
Im Herzultraschall kann man die Pumpfunktion
des Herzens beurteilen sowie Erkrankungen der
Herzklappen diagnostizieren.
Ebenso kann man Verdickungen des Herzmuskels
als Folge von chronisch erhöhten Blutdruckwerten
beurteilen. |
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Ergometrie:
Beim Belastungs-EKG wird während einer genau
vorgegebenen Belastung auf dem Fahrrad (Ergometer)
alle 2 Minuten ein EKG geschrieben, um eventuelle
Veränderungen in der EKG Kurve festzustellen.
Diese Untersuchung dient dem Ausschluss bzw.
der Diagnose einer Durchblutungsstörung des
Herzmuskels und sollte ab dem 50. Lebensjahr
regelmäßig durchgeführt werden. |
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h Blutdruckmessung: Viele Patienten berichten über
erhöhte Blutdruckwerte im täglichen Leben. Um eine Feineinstellung
der Medikation durchführen zu können, ist die kontinuierliche
Blutdruckmessung über einen ganzen Tag sehr hilfreich.
Vor allem auch nächtliche, häufig unbemerkte Blutdruckspitzen
können so bemerkt und therapiert werden. |
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| 24
h EKG Aufzeichnung: Auch hier steht die Erfassung
von Rhythmusstörungen im normalen täglichen Leben außerhalb
der Arztpraxis im Vordergrund. Ein kleines Kästchen, das
wie ein Kassettenrecorder getragen wird, zeichnet über
24 Stunden alle EKG Signale auf und kann so nach Auswertung
Aufschluss über eventuelle Unregelmäßigkeiten im Herzschlag
geben. |
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| Farbkodierte Duplexsonographie:
- der A. carotis und vertebralis: Durch diese Ultraschalluntersuchung der Halsschlagader kann eine Verengung derselben festgestellt werden und so ein Schlaganfall verhindert werden
- der Becken-/Beinarterien: Bei Durchblutungsstörungen des Beines ist so einfach die Engstelle bzw. der Verschluss mit Ultraschall lokalisierbar
- der Aorta abdominalis: Gefäßerweiterungen der Hauptschlagader sind gefährlich, mittels Duplex ist eine Ausweitung der Hauptschlagader im Bauch erkennbar
- der Venen: Mittels Ultraschall ist eine Thrombose (Verstopfung der Venen), eine Venenentzündung sowie die Klappenfunktion der Venen bestimmbar
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| Oszillographie: Messung der Durchblutung in den Armen und Beinen durch Anlegen von Blutdruckmanschetten und Aufzeichnung der Pulskurven |
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| Venöse Plethysmographie: Überprüfung der Pumpfunktion der Muskeln sowie des Klappenapparates der Venen |
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Weiterführende
Untersuchungen:
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| MRT Angiographie der Carotis, Becken-/Beinarterien:
Manchmal ist es erforderlich, dass zusätzlich zur Duplexsonographie eine ergänzende MR- Angiographie zur weiteren Diagnostik und Therapieplanung durchgeführt werden muss. Diese Untersuchung kann ambulant durchgeführt werden.
Angiographie und PTA (Percutane transluminale Angioplastie):
Wurde eine Verengung einer Arterie im Bein bzw. Arm mittels Duplexsonographie festgestellt, kann durch eine Punktion des Gefäßes der Leiste (in lokalanästhesie) eine Aufdehnung mit einem Ballonkatheter und gegebenenfalls eine Implantion eines Metallgeitters (STENT) erfolgen. Dafür ist eine stationäre Aufnahme für wenige Tage erforderlich.
Myokardszintigraphie:
Zu dieser Untersuchung werden Sie von uns zur weiteren
Abklärung einer möglichen Durchblutungsstörung zugewiesen.
Prinzipiell ist die Untersuchung einer Ergometrie sehr
ähnlich, da der erste Teil auch aus einer Fahrradbelastung
besteht.
Sollten Sie aus irgendeinem Grund nicht Rad fahren können,
so kann die Belastung auch durch ein Medikament simuliert
werden. Gegen Ende der Belastung wird Ihnen eine kleine
Menge einer radioaktiven Substanz gespritzt, die in
die Herzmuskelzellen aufgenommen wird.
In anschließenden Kameraaufnahmen kann festgestellt
werden, ob die radioaktive Substanz in alle Herzmuskelzellen
gleich gut aufgenommen wird, oder ob es Areale gibt,
die unter Belastung nicht ausreichend durchblutet werden.
Der Befund wird dann bei uns mit Ihnen besprochen und
das weitere Vorgehen festgelegt.
Herz – MRT:
Die Magnetresonanzuntersuchung des Herzens ist die
modernste Methode, um stattgehabte Herzinfarkte und
Durchblutungsstörungen nachzuweisen. Weiters können
mittels MRT die Herzklappen dargestellt werden und Flussmessungen
durchgeführt werden.
Der große Vorteil ist das Fehlen jeglicher radioaktiver
Strahlung und die Verwendung eines absolut unschädlichen
Kontrastmittels. Auch hier erledigen wir für Sie die
Terminvereinbarung und besprechen anschließend den Befund
mit Ihnen.
Multi Slice CT = Koronar CT:
Die Koronardarstellung mittels Computertomographie
zählt ebenfalls zu den modernsten Techniken in der Kardiologie.
In einem kurzen Scan werden die Herzkranzgefäße dargestellt
und nachträglich zu einem 3D Bild zusammengesetzt. Die
Erhebung des Kalziumscores gibt ebenfalls Hinweise auf
das Vorliegen einer koronaren Herzkrankheit. Auch hier
erledigen wir für Sie die Terminvereinbarung und besprechen
den Befund anschließend mit Ihnen. |
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| Herzkatheteruntersuchung
(Coronarangiographie):
Deuten alle Voruntersuchungen auf das Vorliegen
einer koronaren Herzkrankheit hin, so ist als nächster
Schritt die Durchführung einer Koronarangiographie empfohlen.
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Für
diese Untersuchung müssen Sie in einem Spital
für 2-3 Tage stationär aufgenommen werden. Die
Untersuchung findet in Lokalanästhesie statt,
es erfolgt ein kleiner Stich in die Hauptschlagader
in der Leiste. In
weiterer Folge wird ein Katheter über Ihre Aorta
bis kurz vor den Übergang ins Herz vorgeschoben
und dann Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße
gespritzt.
Unter
Röntgendurchleuchtung können nun die Herzkrankgefäße
dargestellt und beurteilt werden. |
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Sollte sich eine oder mehrere Verengungen an den Herzkranzgefäßen
finden, so gibt es mehrere Möglichkeiten:
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| Perkutane
Transluminale Coronarangioplastie (PTCA):
Sollte in der Koronarangiographie eine Verengung gefunden
werden, die einer Aufdehnung zugänglich ist, so passiert
folgendes: Über die gleiche Stelle in der Leiste wird
ein Katheter mit einem kleinen Ballon an der Spitze
in die Engstelle vorgeschoben.
In einem Großteil der Fälle ist auf dem Ballonkatheter
zusätzlich eine kleine Gefäßprothese, ein sogenannter
Stent montiert. Dieser wird gemeinsam mit dem Ballonkatheter
in der Engstelle platziert, und danach durch Aufblasen
des Ballons aufgedehnt und in die Gefäßwand gepresst.
Die Verengung wird durch diesen Vorgang aufgeweitet
und anschließend durch den Stent offengehalten. Der
gesamte Vorgang wird ebenfalls in Lokalanästhesie durchgeführt
und erfordert einen kurzen Spitalsaufenthalt.
Über genauen Ablauf sowie mögliche Komplikationen informieren
wir Sie gerne in einem Gespräch. |
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| Aortokoronare
Bypassoperation:
Finden sich in der Koronarangiographie so viele Engstellen,
das eine „Reparatur“ über die Leiste nicht möglich oder
zielführend erscheint, so werden wir mit Ihnen die Möglichkeit
einer Bypassoperation diskutieren.
Bei dieser Operation werden einerseits die Brustwandarterien,
andererseits Venenstücke aus dem Unterschenkel als Überbrückung
für verstopfte Gefäßabschnitte herangezogen.
Je nach Operationsmethode und Ausdehnung der Veränderungen
ist ein ca. 2 – 3 wöchiger Krankenhausaufenthalt notwendig.
Genaueres besprechen wir aber auch gerne in einem persönlichen
Gespräch mit Ihnen.
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Klappenoperationen:
Gesunde Herzklappen sind die Voraussetzung
für die reibungslose Pumpfunktion des Herzens,
da sie wie Ventile den Übertritt des Bluts von
einer Herzkammer in die andere regeln. Sollten eine
oder mehrere Herzklappen undicht oder verengt sein,
so kann es unter Umständen notwendig sein, diese
zu operieren. Prinzipiell unterscheidet man zwischen
einer Rekonstruktion (=Reparatur der vorhanden Klappe)
und dem Ersatz der gesamten Klappe. Hier gibt es nun
die Möglichkeit einer künstlichen Herzklappe
oder einer biologischen Klappe: die Bioklappe ist zwar
kurzlebiger, braucht jedoch keine Antikoagulation; bei
der halbareren Kunstklappe ist eine Dauerblutverdünnung
mit Marcoumar notwendig. Über die genauen Vorteile
sowie Risken informieren wir Sie gerne. |